Panama-Papers nur PR-Gag?

Präsident Juan Carlos Varela gibt Betrug zu

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PANAMA-STADT – Es gibt dieser Tage kaum ein anderes Thema. Viele der reichen Männer und Frauen dieser Welt haben ihr Geld in Briefkastenfirmen auf Panama angelegt, um es vor der Steuer im eigenen Land zu schützen. Darunter sind nicht nur hochkarätige Sportler, sondern auch Spitzenpolitiker und Regierungschefs. Doch stimmt der Eindruck, der nach Außen vermittelt wird? „Nein“, sagt der panamaische Präsident Juan Carlos Varela in einem Exklusivinterview.
Wer Steuerzahlungen möglichst einfach umgehen will, hat derzeit kein einfaches Leben. Immer wieder tauchen Steuer-CDs aus der Schweiz und Liechtenstein auf – und jetzt wird auch in Übersee die Luft langsam dünn. Doch ein Mann kennt die ganze Wahrheit der Panama-Papers-Affäre: Staatspräsident Varela.
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In einem Gespräch mit uns verrät er, dass die Geschichte vollkommen inszeniert ist. Ziel des Ganzen sei die Bekanntheit Panamas zu steigern, um den Tourismus anzukurbeln. „Wie viele aus Europa wussten denn vor diesen Schlagzeilen, wo Panama liegt? Und wie viele wissen es jetzt?“, so Varela über den Erfolg seines Projektes. Auf die Frage, wie Panama es schaffte, so viele international tätige Leute für dieses – nicht illegale aber moralisch fragwürdige – Unterfangen zu begeistern, verriet er: „Wir mussten einfach  unseren Einfluss spielen lassen. Einige schuldeten uns noch einen Gefallen, andere wollten ein bisschen Geld dafür. Wir sehen das als Investition in die Zukunft“.
Dieser PR-Gag ist zwar zum Beispiel für den isländischen Premierminister nach hinten losgegangen, aber für den Staat Panama ein voller Erfolg. Laut einer Umfrage haben 47% der Deutschen durch den Skandal das mittelamerikanische Land jetzt erst richtig wahrgenommen. Etwa die Hälfte derer könnten sich einen Urlaub im Golf von Panama vorstellen. Ein Touristenansturm auf das kleine Land in naher Zukunft ist also nicht unwahrscheinlich. Und Briefkästen für mögliche Ferienhäuser sind ja bereits genug da.

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