Tragödie in Indien

Sonne erwärmt Kleidung auf über 30 Grad

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MUMBAI – Während sich die Temperaturen in Europa knapp über dem Gefrierpunkt halten, kämpfen Wäscherinnen in Indien ums Überleben. Im subtropischen Raum herrschen derzeit Temperaturen, die die empfindliche Wäsche nicht verträgt. Viele der Kleidungsstücke reagieren mit Volumenverlust. Es sind Bilder, die um die Welt gehen.

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Lächelt nicht ganz so fröhlich, wie sonst: Wäscherin Anila Madhu (46)

Anila Madhu ist 46 Jahre alt, lebt in Indien und ist seit sie sich erinnern kann Wäscherin. „Dhobi“ wird der ehrenvolle und angesehene Beruf auch genannt. Sie selbst sieht es jedoch eher als Berufung, statt als Einnahmequelle. Umso schockierender sind die Nachrichten, die derzeit aus dem Subkontinent kommen.
„Ich wollte Feinwäsche machen. Wie immer höchstens 30 Grad, Handwäsche, nicht schleudern“, erklärt Madhu fassungslos. „Danach fuhr ich zu meinem Zweitjob. Und dann zu meinem Drittjob.“
Alles war wie an jedem anderen Werktag zwischen Montag und Sonntag. Doch während sich die Wäscherin bei weiteren Tätigkeiten ein Zubrot verdiente, um ihrem Sohn endlich das neue FIFA kaufen zu können, geschah etwas, wovor sie sich immer gefürchtet hatte.
Die Sonne strahlte besonders stark und erwärmte die noch nasse Wäsche auf über 30 Grad. Diese erkannte wohl das Prozedere, vermutete einen Waschgang mit 40, bzw. 60°C und zog sich beleidigt zusammen. Madhu erkannte ihr Missgeschick erst, als sie am späten Abend nach Hause kam. „Ich hatte den Auftrag für eine gute Freundin ein Kleidungsstück zu waschen. Den Pullover für die heilige Kuh kann jetzt ihr Mann tragen. Toll.“, so die Wäscherin.

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